Prostata Center Frankfurt

Neuartige Diagnostik und Schonende Behandlung bei Prostatakrebs

 

Punktgenaue Behandlung              mit HIFU

Schonend - Potenz- und Kontinenzerhaltend

Mit den exakten „Koordinaten“ des Karzinom-Herdes (Lokalisation, Ausdehnung, Verteilung)  werden schonende potenz- und kontinenzer-haltende Therapien ermöglicht. So können sogenannte fokale Therapien, die nur Karzinomareale angreifen und gesundes Prostatagewebe verschonen, präzise und effektiv eingesetzt werden.

HIFU Behandlungseinheit

Bei der fokalen oder Teilbehandlung handelt es sich um einen noch relativ neuen Therapieansatz, wenn es um Prostatakrebs geht. Bei anderen Krebsformen, z.B. bei Brustkrebs, ist man schon vor vielen Jahren dazu übergegangen, nur den Tumor zu entfernen, um die Brust so weit es geht zu erhalten.

Grundlage für das Umdenken bei der Prostatakrebstherapie ist zum einen, dass die Diagnosemöglichkeiten immer genauer werden, so dass auch kleine Krebsherde besser als früher erkannt werden. Zum anderen stehen heute High Tech-Geräte zur Verfügung, das die technischen Voraussetzungen dafür bietet, jeden beliebigen Teilbereich der Prostata millimetergenau zu behandeln und dabei das angrenzende gesunde Gewebe zu schonen. Eine Reihe von wissenschaftlichen Studien haben nachgewiesen, dass eine solche Teilbehandlung der Prostata gute Erfolge bei der Krebsbehandlung verspricht und gleichzeitig mit einem geringeren Risiko von Nebenwirkungen einhergeht.

Sehen Sie hier die fokale HIFU-Behandlung von Prostatakrebs im Video:


Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung mit dauert zwischen 0,5 und 2 Stunden, je nachdem, wie groß der Bereich der Prostata ist, der behandelt wird. Die Behandlung wird entweder unter Vollnarkose oder mit lokaler Betäubung (Spinalanästhesie) vorgenommen.

Während der Behandlung wird der Patient in Rechtsseitenlage auf einem Operationstisch gelagert. Im Falle einer Spinalanästhesie erhält er außerdem ein Schlafmittel, damit er während der Behandlungsdauer ruhig liegt. Der Applikator mit den beiden Ultraschallsonden wird in den Enddarm eingeführt und dient sowohl zur Bildgebung (7,5 MHz) als auch zur Behandlung (3 MHz).

Nachdem der Arzt die Therapieplanung abgeschlossen hat werden die Vorgaben umgesetzt. Nach jeder Läsion verschiebt sich die Sonde automatisch, so dass nach und nach das ganze Tumorgewebe zerstört wird. Dies geschieht unter anderem durch die hohen Temperaturen von 85 bis 90°C, die im Brennpunkt der gebündelten (fokussierten) Ultraschallwellen entstehen. Sie „verkochen“ das Gewebe innerhalb von Sekunden, so dass es dadurch dauerhaft zerstört ist. Eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen sorgen dafür, dass die Behandlung sofort unterbrochen wird, wenn die Läsionen um mehr als 1mm von der Planung abweichen. Diese HIFU-Technik wird seit 1993 klinisch angewandt und hat ihre Effektivität in zahlreichen Studien bewiesen.

Direkt nach Abschluss der Behandlung kann eine Nachkontrolle vorgenommen werden, während der Patient sich noch in Narkose befindet. Dazu erhält der Patient ein Ultraschall-Kontrastmittel und anschließend wird ein Echtzeit-Ultraschallbild der Prostata erstellt. In diesem kann der Arzt genau erkennen, welche Teile der Prostata behandelt worden sind, und dieses Ergebnis mit dem MRT-Bild abgleichen, in dem die erkannten Tumorbereiche markiert waren. Bei Bedarf können Nachbehandlungen sofort, innerhalb derselben Sitzung, vorgenommen werden.

Bei größeren Behandlungsarealen sowie einer Blasenentleerungs-Störung aufgrund einer gleichzeitig bestehenden gutartigen Prostatavergrößerung kann eine Prostataausschälung, im Sinne einer Laser-Enukleation, über die Harnröhre notwendig werden. Dieser minimal-invasive Eingriff wird 4 bis 6 Wochen vor der HIFU-Behandlung durchgeführt.

Der Patient kann das Krankenhaus meist nach 3-4 Tagen verlassen. Die Kosten einer HIFU-Behandlung tragen sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen.

Für wen ist die Behandlung geeignet?

Die Behandlung eignet sich vor allem für Patienten mit lokalem Prostatakarzinom (Stadien T1-T2), d.h. der Prostatakrebs befindet sich innerhalb der Kapsel und es haben sich noch keine Metastasen gebildet. Die Behandlung ist auch für Patienten geeignet, für die eine Operation aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage kommt oder die die Standardtherapien (Operation, Bestrahlung, Hormontherapie, Active Surveillance) ablehnen. Darüber hinaus eignet sich die Behandlungs-methode als sogenannte „Salvagetherapie“ für Patienten, die nach einer erfolgten Prostatakrebsbehandlung erneut an Prostatakrebs erkranken („Rezidiv“).

Gibt es Ausschlusskriterien?

Bei Patienten mit Schädigungen am Enddarm (z.B. nach Bestrahlung oder Rektumchirurgie) kann die Behandlung ausgeschlossen sein, da die Behandlung durch das Rektum hindurch erfolgt.

Die geeignete Behandlungsmethode richtet sich nach individuellen Kriterien, in manchen Fällen ist eine nerverhaltende Entfernung der Prostata nötig, um den Krebs nachhaltig zu besiegen.